Die Idee

Die Idee zu dem Thema kam uns im Zuge einer Semesterarbeit für das Studienfach der Informationswirtschaft an der FH Flensburg. 
Für uns war es wichtig ein aktuelles Thema zu finden, welches so gut wie alles und jeden Betrifft. Da zu dem Zeitpunkt das Thema Safe Harbor brandaktuell war fiel unsere Entscheidung schnell auf dieses Thema. 

 


Doch was bedeutet das Thema Safe Harbor für uns alle eigentlich?

Ganz klar wird, dass wir uns als Gesellschaft im Prozess der digitalen Transformation befinden und dies auch der Einzelne langsam realisieren sollte. Es ist nun vor allem die Aufgabe der digital natives, sich nicht mehr länger darüber zu streiten wie man im Internet miteinander umgehen sollte und welches Recht dort gilt, sondern langsam zu begreifen, dass es diese strikte Trennung in Zukunft nicht mehr geben wird und wir anfangen sollten selbst Verantwortung zu übernehmen und nicht immer darauf zu warten das dies andere tun. Viele Bereiche des täglichen Lebens verlagern sich zum Teil, oder sogar vollständig, in die Weiten des Internets und bedürfen somit einer gewissen Kontrolle und Regulierung. Hierbei ist nicht (nur) die Kontrolle und Regulierung in Form einer staatlichen Überwachung gemeint, sondern viel mehr eine Form, welche durch die Gesellschaft und ihre eigenen Ansprüche an sich selbst definiert wird.
Der Fall des Safe Harbor-Abkommens hat eines gezeigt: Personenbezogene Daten sind, aus der Sicht des Betroffenen, nicht bloß eine Ansammlung von Nullen und Einsen – sie sind ein Fingerabdruck, ein Iris-Scan, ein Lebenslauf, Urlaubsfotos. Sie besitzen aber gleichzeitig auch einen wirtschaftlichen Wert, welchen wir selber schöpfen. Diese Daten sind unser digitales Ich. Wir als Gesellschaft sind nun gefragt für wie schützenswert wir dieses digitale Ich erachten und was für Ansprüche wir als Bürger, oder viel mehr Bewohner, dieser digitalen Welt an Nutzer dieser Daten haben. Diese Frage stellt sich in Zukunft nicht nur, weil Firmen unsere personenbezogenen Daten nutzen möchten, sondern wir selbst als Prosumer auch auf die Daten, Verknüpfungen und Schöpfungen anderer zugreifen werden um selbst Content zu schaffen den wiederum andere Konsumieren oder weiterverarbeiten.
Es stellt sich bei den Verhandlungen über den Datenschutz in Zukunft nicht mehr nur die Frage welche Regeln wir für Firmen aufstellen, wie wir cloud (computing) und routing zukünftig regeln – es geht auch darum welchen Regeln wir uns höchstselbst unterwerfen wollen um die Privatsphäre und Rechte unserer Mitmenschen zu schützen und das alles ohne die zukünftigen Entwicklungen der digitalen Revolution zu sehr zu verkomplizieren oder zu sehr zu bürokratisieren. Safe Harbor hat ganz klar gezeigt, dass es durchaus Menschen gibt die sich dieser Verantwortung bereits bewusst sind und die Zukunft wird spannend – denn wir stehen am Beginn einer gesellschaftlichen Revolution die mit keiner zuvor vergleichbar ist. Ausgang: Unbekannt. Aussicht: Spannend!

Wir lieben, leben und existieren im Netz - doch wie privat ist das alles wirklich?